Durch das Freispiel haben die Kinder die Möglichkeit das "Miteinander spielen" zu lernen.
Entwicklungsbedingt spielen Kinder bis zu einem Alter von 3 Jahren eher "nebeneinander". Spielerisch erleben sie das Miteinander, geschützt durch die Anwesenheit der Erzieher, die in Konfliktsituationen den Kindern Möglichkeiten anbieten, aus den oft problematischen gefühlsmäßigen Situationen herauszufinden.
So üben sich die Kinder in Konfliktkompetenz, lernen Gefühle zu benennen und zu verarbeiten und erfahren nicht zuletzt eine Förderung ihrer Sprachkompetenz. Insgesamt übt sich das Kind im Freispiel in seiner Handlungs- und Sozialkompetenz, d. h. es übt sich im Umgang mit seiner eigenen individuellen Persönlichkeit (z.B. Gefühle und Wünsche), im Umgang mit der gesamten Gruppe (z.B. Regeln) und im Umgang mit einzelnen Gruppenmitgliedern sowie den Mitarbeitern (z.B. Rücksichtnahme und Frustrationstoleranz).
Im Freispiel hat das Kind den Freiraum seine Kreativität spontan auszuleben, z.B. im Rollenspiel, beim Malen, auf dem Bauteppich, etc.
Neben dem Freispiel werden von den Mitarbeitern verschiedene kreative Angebote durchgeführt, an denen die Kinder teilnehmen können. Hier lernen die Kinder den Umgang mit verschiedenen Werkzeugen (z.B. Schere oder Messer) und üben sich in verschiedenen Techniken (falten, schneiden, malen, etc.).
Zusätzlich gehen die Erzieherinnen innerhalb des Freispiels auf die individuelle Entwicklung des Kindes durch gezielte Konzentrationsübungen, Sprachförderspiele, etc. ein
Das Freispiel bietet den Kindern weiterhin die Möglichkeit in Geborgenheit ihre Erlebnisse zu artikulieren und mit Hilfe der Erzieherin auch zu verarbeiten.